Brandschäden - Rauchmelder retten Leben!

080715 Brandtote schatten

Die meisten tödlichen Brandunfälle ereignen sich nachts

Vergessene Kerzen oder defekte elektrische Geräte sind häufig die Ursache. Feuerwehren, Versicherungen und Bürgerinitiativen fordern seit Jahren, dass Rauchmelder installiert werden. Die Zahl der Brandtoten sank im Ausland dank einer Rauchmelderpflicht massiv.

Rauchmelder tragen entscheidend dazu bei, dass ein Brand sofort bemerkt wird und ggf. im Keim erstickt werden kann. Erst durch den frühzeitigen Alarm eines Rauchmelders ergibt sich die Chance zur Flucht. Dreiviertel aller Verunglückten fallen nächtlichen Bränden zum Opfer, denn ein Mensch wird vom Brandgeruch nicht wach!

„Wenn es in jeder Wohnung Rauchmelder gäbe, hätten wir 50 % weniger Brandtote.“ Albrecht Broemme, Leiter der Berliner Feuerwehr.

Teilen

SHARE

  • g
  • t
  • f
  • m
  • e

Traurige Fakten aufgrund fehlender Rauchmelder

fakten e4

Traurige Zahlen. Jahr für Jahr

Jährlich brennen in Deutschland etwa 200.000 Wohnungen. Dabei sterben im Durchschnitt 600 Menschen, oft Kinder und Senioren, denen ein Rauchmelder sicherlich das Leben gerettet hätte. Von den insgesamt 60.000 Verletzten pro Jahr tragen etwa 6.000 Personen schwere bleibende Schäden davon.

Statistik

200.000 Wohnungsbrände
600 Tote
6.000 Schwerverletzte
60.000 Verletzte
435.000.000 Euro Sachschäden
1.500.000.000 Euro Lebens-, Pflege-, und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen

Durch fehlende Rauchmelder gibt es jährlich unersetzbare Schäden

Allein die Sachschäden aus Wohnungsbränden betragen jährlich mehr als 435.000.000 Euro! Erheblich höhere Summen werden zudem durch Lebens-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen sowie bei Pflegebedürftigkeit der Opfer gezahlt (1,5 Mrd. Euro).

Die Lösung: Rauchmelder!

Die hier in nüchternen Zahlen dargestellte Schadensbilanz spricht jedes Jahr aufs Neue eine deutliche Sprache. Dabei wäre eine Lösung des Problems einfach: Rauchmelder tragen entscheidend dazu bei, diese Zahlen erheblich zu reduzieren. Insbesondere da die schwersten Folgen durch nächtliche Brände entstehen. Denn im Schlaf riecht man Rauchgase nicht! Ein Rauchmelder hingegen löst bei Rauchentwicklung sofort Alarm aus, weckt Sie und gibt Ihnen somit die lebenswichtige Zeit zur Flucht.

Wer weckt Sie, wenn es brennt?

Die meisten tödlichen Brandunfälle ereignen sich nachts: Vergessene Kerzen oder defekte elektrische Geräte sind oftmals die Ursachen. Feuerwehren, Versicherungen und Bürgerinitiativen fordern daher seit Jahren dazu auf, Rauchmelder in jeder Wohnung zu installieren. Denn in Ländern, in denen Rauchmelder weitverbreitet sind, sank die Zahl der Brandtoten entscheidend.

Rauchmelder tragen in diesen Fällen maßgeblich dazu bei, dass ein Brand sofort bemerkt wird und gegebenenfalls im Keim erstickt werden kann. Erst durch den frühzeitigen Alarm eines Rauchmelders entsteht die Chance, Leben zu retten und geeignete Maßnahmen gegen den Brand zu ergreifen.

Rauchmelder retten Leben!

Teilen

SHARE

  • g
  • t
  • f
  • m
  • e

Montageorte für Rauchmelder

Mindestschutz Wohnung Haus WEB

Wo sollte ein Rauchmelder montiert sein? Wo nicht?

Da der Geruchssinn bei Menschen und Tieren im Schlaf nicht aktiv ist, und zudem bereits zwei bis vier Atemzüge giftiger Rauchgase schwere Hirnschäden oder den Tod zur Folge haben, ist es wichtig, dass in jedem Schlafraum ein Rauchmelder – möglichst im Zentrum des Zimmers – an der Decke montiert ist.

Wichtig: die Fluchtwege!

Weiterhin sollte auf Fluchtwegen wie in Fluren und Treppenhäusern alle vier bis sechs Meter ein Melder die Umgebung überwachen. Zusätzlicher Schutz besteht darin, dass Rauchmelder auch in Räumen installiert sind, die nicht als Schlafraum oder Fluchtweg genutzt werden, so beispielsweise in Wohn- und Esszimmern. Rauchmelder gehören nicht in Küche oder Bad, dort führen Umgebungseinflüsse wie starker Wasserdampf zu unerwünschtem Fehlalarm. Im Flur vor der Küche ist ein Rauchmelder gut angebracht, weil durch die Distanz und gleichzeitige Nähe zur Kochstelle (Herd) nur im Ernstfall ein Alarm ausgelöst wird. Grundsätzlich sollte auf 25 m2 Nutzfläche jeweils ein Melder montiert sein, dabei ist der Abstand zwischen den Geräten möglichst kleiner als 6 m zu halten.

„In einem mit Rauchgasen gefüllten Raum ist die Sicht gleich Null – man sieht nicht mal die eigene Hand vor Augen, geschweige denn die Ausgangstür. Deshalb ist es wichtig, ein Feuer rechtzeitig zu bemerken – damit man flüchten kann.“ Wolfgang Weiden, Einsatzleiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Teilen

SHARE

  • g
  • t
  • f
  • m
  • e

Informationen zur gesetzlichen Rauchmelderpflicht

170718 NEU2 Rauchmelderpflicht 2018

Situation in Deutschland

Allen Gesetzestexten zur Rauchmelderpflicht liegt die Anwendungsnorm DIN 14676 zu Grunde: „Wegen der verminderten Wahrnehmung von Brandrauch im Schlaf sind Schlafbereiche, insbesondere Kinder- und Schlafzimmer sowie Flure durch Rauchmelder zu überwachen. Bei offenen Verbindungen mit mehreren Geschossen ist mindestens auf der obersten Ebene ein Rauchmelder zu installieren.“ Die Rauchmelder müssen so eingebaut (oder angebracht) und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

Teilen

SHARE

  • g
  • t
  • f
  • m
  • e

Q-Label und TÜV-Kriwan

q-label Kriwan

Qualitätszeichen „Q"

Das „Q“ ist ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder, deren Langlebigkeit und höhere Sicherheit vor Fehlalarmen geprüft wurden.

Voraussetzung für das Q-Label ist unter Anderem das CE-Zeichen und die Erfüllung der damit verbundenen Anforderungen. Ebenso müssen während der Produktion der Rauchmelder alle Kriterien der vfdb Richtlinie 14/01 berücksichtigt und erfüllt werden. Die vfdb (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes), ist eine unabhängige und gemeinnützige Fachvereinigung, welche maßgeblich von den deutschen Feuerwehren, der Versicherungswirtschaft sowie anderen Organisationen getragen wird.

Das „Q“-Label ist eine eingetragene Marke des Forums Brandrauchprävention e.V. Die Marke wird an Hersteller für Rauchmelder lizensiert, wenn der jeweilige Rauchmelder die Anforderungen der vfdb-Richtlinie 14/01 erfüllt. Dies wird durch ein unabhängiges, für die technische Prüfung von Rauchmeldern akkreditiertes Prüfinstitut festgestellt und durch ein Zertifikat belegt. Im Falle von Pyrexx Rauchmeldern übernimmt diese Aufgabe das KRIWAN Testzentrum.

Die Vorteile des „Q“:

Θ kein jährlicher Batterieaustausch durch fest eingebaute 10-Jahres-Batterie
Θ permanente Betriebsbereitschaft (solange der Melder nach seiner Montage und Inbetriebnahme nicht überstrichen, überklebt oder zerstört wird)
Θ in Umwelttests nachgewiesene Lebensdauer von mindestens 10 Jahren
Θ Reduktion von Falschalarmen durch:
- verstärkten Schutz gegen Eindringen von Fremdkörpern in die Rauchmesskammer
- erhöhte Resistenz gegen Schädigungen durch feuchtes Raumklima, Korrosion und Temperaturwechsel sowie elektromagnetische Strahlung
- verbesserte Elektronik und Eigenüberwachung
- erhöhte Stabilität von Gehäuse und Komponenten des Melders

Das „Q“ ergänzt die EN 14604

Das „Q” ersetzt keinesfalls die europäische Produktnorm DIN 14604, sondern ergänzt sie in Bezug auf Kriterien, die aufgrund der EN 14604 nicht gefordert werden, auf die sich also die CE-Kennzeichnung nicht bezieht. Beratern und Verbrauchern, die Wert auf besondere Qualität und Zuverlässigkeit legen, bietet es eine verlässliche Entscheidungshilfe.

Seit 2008 dürfen nur noch Rauchmelder auf den Markt gebracht werden, die nach EN 14604 geprüft sind und entsprechend mit CE-Kennzeichnung inkl. Zertifikatsnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind.

Mehr Qualität

Sowohl das Q-Label als auch das TüV-Kriwan-Label sind Qualitätskennzeichen, die dem Käufer eines Rauchmelders anzeigen, dass er ein Produkt kauft, welches in seiner Qualität und damit in seiner Langlebigkeit deutlich über den Mindestanforderungen der europäischen Norm EN 14604 angesiedelt ist.

Alle Pyrexx Qualitäts-Rauchmelder tragen als einzige beide Qualitätskennzeichen.

Beide Gütesiegel haben beinahe identische Prüfvorschriften, welche aus dem Normenkreis für professionelle Brandmeldesysteme (EN 54) abgeleitet wurden und erfüllen somit besonders harte Anforderungen an die Material-Beschaffenheit und Langzeit-Funktionalität der Geräte.

Rauchmelder, die nicht mit mindestens einem der beiden hier genannten Qualitätskennzeichen ausgestattet sind, erfüllen in aller Regel nicht die sehr hoch angesetzten Qualitätsmaßstäbe um ein solches Gütesiegel zu erlangen, sind deshalb natürlich auch oft viel kostengünstiger, aber hingegen auch sehr viel früher verbraucht und müssen sodann neu angeschafft werden, was in einer Betrachtung über die Lebensdauer von 10 Jahren bei einem Qualitätsmelder dann wiederum erheblich unwirtschaftlicher ist. Kurz gesagt, wer billig kauft, kauft mindestens zwei mal in 10 Jahren einen Rauchmelder und wahrscheinlich auch ziemlich viele Batterien.

Grundsätzlich handelt es sich also sowohl bei dem Q-Label, als auch bei dem TüV-Kriwan-Label um annähernd gleichwertige Gütezeichen, die dem Kunden anzeigen, dass er wirklich zuverlässige und bei regelmäßiger Rauchmelderpflege auch sehr langlebige Qualitätsgeräte mit einer Lebensdauer von 10 -12 Jahren erwirbt.

DIN 14676

DIN 14676 grau

Anwendungsnorm

Die DIN 14676 ist eine Anwendungsnorm und regelt für Betreiber, welche Art von Rauchmeldern wo zu montieren sind und in welcher Weise eine Wartung des Gerätes erfolgen sollte. Bei der Grundausstattung sind besonders Kinderzimmer, Schlafbereiche und Flure mit Rauchmeldern in Privatwohnungen auszustatten.

Qualitativ übertreffen Pyrexx Produkte die Ansprüche der DIN 14676 bei weitem. Die Norm ist als Instrument zu sehen, welches dem Anwender den aktuellen Stand der Technik in Bezug auf geeignete Montageorte und Wartungshandlungen dokumentiert. Zentraler Punkt ist auch die obligatorische, jährliche Sichtprüfung. Es gibt gegenwärtig noch keine DIN-konforme Fernwartung.

Teilen

SHARE

  • g
  • t
  • f
  • m
  • e

DIN EN 14604

DIN 14676 weiss

Herstellernorm

Die EN 14604 ist eine Herstellernorm, der Unternehmen unterliegen, die Rauchmelder herstellen und in den Wirtschaftskreislauf der EU zum Zwecke des Vertriebes einbringen. Pyrexx Rauchmelder mit der zertifizierten Klebemontagetechnik erfüllen die Anforderungen der EN 14604.

Die Norm definiert zwar beispielsweise die Farbe der Warnanzeigelampen, sofern sich der Hersteller entscheidet, eine solche in seinem Produkt zu verbauen, jedoch in keiner Weise konkret die Art der Befestigung eines Rauchmelders. So werden in dieser Norm nicht bestimmte Schrauben und Dübel als Befestigungsmittel vorgeschrieben, sondern sehr allgemein der Begriff "Befestigungsmittel" verwendet. Dies ist soweit auch richtig, weil die Wahl des Befestigungsmittels für den Rauchmelder letztlich von der Beschaffenheit des Montageortes abhängt.

Bei dem "Schlagtest" dieser Norm muss der montierte Rauchmelder nach seitlichem Auftreffen eines definierten Schlages an seinem Montageort fixiert bleiben. Obgleich dieser Schlagtest normativ nicht die reale Vielfalt der verschiedensten Montageorte abbilden kann und zudem kein bestimmtes Befestigungsmittel definiert, hat Pyrexx die Klebemontage des Magnetträgers durch den TüV mit dem Schlagtest der EN 14604 auf Resistenz gegen diesen lateral definierten Schlag testen lassen. Dabei haben Magnetträger und Gel-Klebepad den Test einwandfrei bestanden.

Teilen

SHARE

  • g
  • t
  • f
  • m
  • e

Auszüge aus der novellierten Trinkwasserverordnung (2011)

100715 Rechte

Trinkwasserverordnung zur Legionellenprüfung

Untersuchungspflicht: Trinkwasser-Installationen mit Großanlagen zur Trinkwassererwärmung sind auf Legionellen zu prüfen. Eine Anlage zur Trinkwassererwärmung wird als Großanlage definiert, wenn:

  • das Speichervolumen vom Trinkwasserbereiter mehr als 400 Liter beträgt oder
  • der Wasserinhalt in mindestens einer der Rohrleitungen zwischem den Austritt des Warmwasserbereiters und der am weitesten entfernten Entnahmestelle mehr als 3 Liter beträgt.

Anlagen in Ein-oder Zweifamilienhäusern sind von der Untersuchungspflicht nicht betroffen. In einem Drei-Jahres-Zyklus müssen Proben aus repräsentativen Entnahmestellen der Trinkwasser-Installation entnommen werden. Proben werden aus mindestens drei Stellen entnommen:

  • am Ausgang des Trinkwasserwärmers,
  • vor dem Wiedereintritt in den Trinkwasserwärmer,
  • an der weit entferntesten Stelle in jeden Steigstrang.

Die Probenentnahme darf nur durch zertifizierte Probenehmer erfolgen. Die Proben müssen innerhalb 24 Stunden zu einem akkreditierten Labor zur Untersuchung transportiert werden. Vor der Probenentnahme hat der Eigentümer sicherzustellen, dass geeignete Entnahmeventile an den Entnahmestellen eingebaut sind.

Anzeige- und Handlungspflicht: Im Fall von positiven Befunden sind das Gesundheitsamt und die betroffenen Mieter umgehend zu informieren. Je nach Bewertung der Befunde sind entsprechende Maßnahmen durchzuführen, die ggf. das Gesundheitsamt vorgibt.

Informationspflicht: Mieter müssen jährlich schriftlich über die Qualität des Trinkwassers auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse informiert werden. Die einzelnen Aspekte des Untersuchungsprozesses, alle ergriffenen Maßnahmen und erntwickelten Ergebnisse sind zu dokumentieren und zehn Jahre verfügbar zu halten. Unser kompletter Service rund um die Legionellen entlastet Sie bei der Erfüllung Ihrer gesetzlichen Pflichten.

Teilen

SHARE

  • g
  • t
  • f
  • m
  • e

Urteil vom Bundesgerichtshof zum Einbau von Rauchmeldern

gesetzeslage e3

Mieter müssen erneuten Einbau von Rauchmeldern dulden

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte im Juni 2015 darüber zu entscheiden, ob Mieter den Einbau von Rauchmeldern durch den Vermieter mit dem Hinweis darauf ablehnen dürfen, dass sie bereits eigene Rauchmelder angebracht hätten.

Wichtigste Punkte des BGH Urteils vom 17.06.2015 - VIII ZR 216/14 und VIII ZR 290/14:

Der von den Vermietern geplante Rauchmeldereinbau ist eine bauliche Veränderungen, die den Gebrauchswert nachhaltig erhöht und zu einer dauerhaften Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse im Sinne von § 555b Nr. 4 und 5 BGB führt und ist deshalb von den Mietern zu dulden.

Wenn sich der Vermieter um Einbau und Wartung von Rauchmeldern kümmert und somit alles 'in einer Hand liegt', wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet. Der BGH sieht darin eine nachhaltige Verbesserung im Vergleich zu einem Zustand, der bereits durch den Einbau der vom Mieter selbst ausgewählten Rauchmelder erreicht ist.

Außerdem sieht der BGH eine Duldungspflicht der Mieter auch darin, dass Vermietern der Einbau von Rauchmeldern durch eine gesetzliche Verpflichtung (§ 47 Abs. 4 BauO LSA) auferlegt wurde und somit aufgrund von Umständen durchzuführen ist, die von ihnen nicht zu vertreten sind (§ 555b Nr. 6 BGB).

Die Pressemitteilung des Bundesgerichtshofes bezüglich dieses Urteils finden Sie hier.